„Halten Sie an keinen Glauben fest, wenn dieser Glaube Blut mit sich bringt. Sie verstehen Gottes Gesetz falsch, wenn sie Leben opfern.“

Alles beginnt damit, dass ein paar Mädchen nachts im Wald heimlich tanzen. Der Auslöser für eine apokalyptische Hexenjagd, an deren Ende eine ganze Stadt verwüstet ist, ihre Bewohner verzweifelt, verloren und orientierungslos. Über Nacht werden die Bürger von Salem zu Denunzianten, Fanatikern, Ungeheuern. Jeder verklagt jeden und die Folge ist, dass wahllos verhaftet, gefoltert und gehenkt wird. Arthur Miller geht in seinem im 17. Jahrhundert angesiedelten Drama der Frage nach, woher der Mensch seine Grausamkeit bezieht und welche Rolle Angst und Hysterie in gesellschaftlichen Prozessen spielen. Er schildert wie eine scheinbar demokratische Gemeinschaft mit den Mitteln ihrer eigenen Ordnungs- und Rechtsprinzipien zerstört wird, wie die Verteufelung einer anderen Weltanschauung den eigenen Fundamentalismus freilegen kann. Die Hexenjagd basiert auf tatsächlichen Ereignissen; die Figuren der historischen Hexenverfolgung hat Miller namentlich übernommen. Miller schrieb das Stück als Kommentar auf die Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära .

 

„Ich will bekennen! Ich will das Licht Gottes, ich will die süße Liebe Jesu! Ich tanzte mit dem Teufel; ich hab ihn gesehen, ich schrieb in sein Buch; ich kehre zu Jesus zurück, ich küsse seine Hand – Ich sah Sarah Good mit dem Teufel!“ (Abigail Williams)

 

von Arthur Miller

Inszenierung: André Decker 

 

Mit: Jennifer Charlotte Angersbach, Andrii Balakhovskyi, Margarete Bettmann, Judith Binias, Elfie Blees, Kathrin Bolle, André Decker, Gerd Heitkemper, Nils Jacobi, Marco Janiel, Tanay Karakoc, Silvia Klauk, Lilja Kopka, Marina Lünemann, Markus Pendzialek, Julian Pfahl, Christopher Reher, Johannes Schmidt,Reinhard Schulte, Daniel Schymik, Laura Thiel, Cara Wittig, Matthias Zahlten.

 

am  01./02.02.  um 19.30 Uhr (letzte Vorstellungen!!!)