"Entweder wissen, wozu man lebt, oder es ist alles eitel, blablabla."

Irgendeinen Sinn muss das Leben doch haben können?

Anton Tschechows Drei Schwestern träumen vom Glück und einem erfüllten Leben, stündlich, täglich, jahrelang. Gefangen in der Provinz wollen sie zurück nach Moskau aufbrechen, dem Ort, wo sie aufgewachsen sind. Doch sie bleiben, auch wenn Olga kaum ihren Beruf als Lehrerin erträgt, Mascha sich in ihrer Ehe gefangen fühlt und in einen verheirateten Mann verliebt, der Bruder Andrej, von seinen akademischen Plänen in Moskau ablässt und in der Provinz eine Familie gründet.

Nur Irina hält lange an ihrem Plan fest. Sie will fortgehen, sei es auch mit einem ungeliebten Mann.

Unentwegt machen sich die Figuren Gedanken um ein sinnvolleres Leben und eine glücklichere Zukunft, verfehlen dabei aber das Hier und Jetzt. Ihre besten Jahre verrinnen in erstarrter Erinnerung und utopischen Mutmaßungen.

 

Drei Schwestern, 1901 im Moskauer Künstlertheater uraufgeführt, ist eines der reifsten und bewegendsten Bühnenwerke Tschechows. In seinem tragikomischen Stück schuf der bedeutende russische Dramatiker ein liebevoll ironisches Gesellschaftsbild und feingezeichnete Figurenportraits, die in ihrer Richtungslosigkeit auch 2008 aktuelle Befindlichkeiten beschreiben.

 

 „Überhaupt überrascht das Stück mit leiser Ironie, die im Text und in den Gesten der Darsteller zum Vorschein kommt.“  (Hellweger Anzeiger)

 

von Anton Tschechow

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann 

Es spielen: Elfie Blees, Kathrin Bolle, André Decker, Gerd Heitkemper, Nils Jacobi, Marco Janiel, Silvia Klauk, Marina Lünemann, Cäcilie Möbius, Christopher Reher & Johannes Schmidt

 

am 13& 19.12. um 19.30 Uhr, am 14. 12. um 18.00 Uhr