„ES IST NICHT UNBEDINGT TAKTVOLL SICH FÜR EINEN SEITENSPRUNG ZU ENTSCHULDIGEN, WÄHREND MAN NOCH MIT EINER ANDEREN FRAU IM BETT LIEGT!...DU BIST DAS BÖSE IN PERSON!DAS BÖSE IN DER MASKE DER NÄCHSTENLIEBE!“

„WENN WIR NUR LAUT GENUG SCHREIEN UND LANGE GENUG, WERDEN SIE UNS IRGENDWANN NICHT MEHR IGNORIEREN KÖNNEN!“

Eine Demo organisieren. Wogegen, das weiß keiner genau, ob gegen Regenwaldabholzung oder soziale Ungerechtigkeit: Egal - Hauptsache gegen irgendetwas. Und doch leben sie bereits in einer Welt, in der jeder den anderen ausnutzt, in der Sex als der natürliche Ausdruck von Freundschaft gilt, für Liebe jedoch kein Platz ist, obwohl doch alle irgendwie nach ihr suchen. Nach einer Serie von Verwechslungen, Hysterien, blindem Aktionismus und Hasstiraden fällt dann alles in sich zusammen: Die vermeintlich aufopferungsvolle Fassade der Altruisten zerbricht, nie geahnte seelische Untiefen werden offenbart. Altruisten sind selbstlose Menschen, die das eigene Wohl dem Anderer unterordnen. Für solche Gutmenschen der Gesellschaft halten sich letztlich auch die Mitglieder eines durchgeknallten Quintetts aus dem Herzen New Yorks: Sozialarbeiter Ronald schwul, einsam, ein Träumer, der in den drogenabhängigen Stricher Lance verknallt ist; Ronalds Schwester Sydney ,dramatische Soap-Darstellerin mit Faible für extravagante Auftritte; der Weltverbesserer und frauenverschleißende Macho Ethan und schließlich die rebellische Hetero-Lesbe Cybil. Mehr Klischees auf einem Fleck gehen kaum? Doch! Denn dann ist einer tot unter der Bettdecke und Sydney hat ihn erschossen. In Nicky Silvers spannender sozialkritischen Boulevardkomödie lässt er die ironisch betitelten Altruisten als eine Reihe armer Würstchen aufmarschieren, die das Ärmste unter ihnen verraten, bloß um die eigene armselige Haut zu retten.

 

„Als du dich geweigert hast, mich in den Arm zu nehmen, nach dem du irgendeinen Namen im schlaf gemurmelt hast, und es war nicht meiner, als du versucht hast, mich umzubringen, als du mir das Kissen aufs Gesicht gedrückt hast, in einem hässlichen, gewalttätigen Versuch mir das Licht auszublasen, WURDE MIR KLAR. DIE DINGE LAUFEN NICHT GANZ SO WIE ICH MIR DAS MAL VORGESTELLT HABE.“

"Herrlich überdreht und übertrieben spielen die fünf Akteure aus dem Ensemble des Theaters Narrenschiff ihre Rollen. Immer genau dieses kleine bisschen zu viel in Mimik, Gestik und Stimme, das die wahren Beweggründe der dargestellten Personen in ihrem vorgeblich selbstlosen politischen Engagement und ihrer Suche nach Liebe entlarvt, macht den Reiz dieser Inszenierung aus."

                                                                         (Hellweger Anzeiger)

 

„Ironisches Gagfeuerwerk...nahezu im Sekundentakt...“ (Westfälische Rundschau)

 

 

am 30.08. & 05./07.09. um 19.30 Uhr (Vorerst letzte Vorstellungen!!!)

 

von Nicky Silver

Inszenierung: André Decker

Es spielen: Katrhin Bolle, André Decker, Nils Jacobi, Marco Janiel & Cäcilie Möbius

Teaser/Trailer