„Der König ist tot. Die Königin fickt. Der Prinz ist in Trauer.“

Im Rahmen des Shakespeare Festivals SEIN ODER NICHT SEIN

Während Dänemark sich in blutigen Gefechten mit Norwegen schlägt, herrscht auch innerhalb der königlichen Mauern Krieg. Kaum seinen eigenen Vater beerdigt, sieht Hamlet, Thronfolger von Dänemark, wie seine Mutter den Bruder und Mörder seines Vaters ehelicht. Der Geist des Verstorbenen verlangt von Hamlet Rache für seinen Mord. Tief versunken in seiner Trauer und hin- und hergerissen zwischen Wut und Sehnsucht, verstrickt sich Hamlet im Netz aus düsteren Rachegefühlen, sexueller Gewalt, schmerzhaften Konfrontationen, inniger Liebe, treuer Freundschaft und deprimierenden Statusgefügen, welches sich fester um die monarchische Familie und ihren Angehörigen schnürt. Und während sich der königliche Mob selbst zerfleischt, nähern  sich die norwegischen Truppen stetig Schloss Helsingör und kündigen den Fall der dänischen Monarchie an.

 

Deckers Bearbeitung von Shakespeares Bühnenepos verwirft den traditionellen Fokus auf den Prinzen von Dänemark, erweitert ihn auf die gesamte Königsfamilie und geht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Charaktere ein.  Durch die gleichzeitige,  starke Reduzierung auf das Extreme und die Modifizierung der Sprache werden die Figuren ihren nahezu puristischen Emotionen ausgeliefert, die in blinder Raserei ihrem eigenen Verfall entgegen streben.

 

 

Inszenierung: André Decker

von André Decker frei nach William Shakespeare

Es spielen: Judith Binias, Kathrin Bolle, André Decker, Marina Lünemann, Nils Jacobi, Marco Janiel & Silvia Klauk