HEDDA GABLER

Ein Schauspiel von Henrik Ibsen

Ernüchtert kehrt Hedda Tesman, geborene Gabler aus den Flitterwochen zurück und muss erkennen, dass ihr Entwurf von einer abgesicherten Zukunft und einem luxuriösen Lebensstil sich nicht erfüllen wird. Ihr Ehemann ödet sie an, seine Professur ist in Gefahr. Ihr Exfreund Lövborg, den sie seinerzeit fallen gelassen hatte, hat durch den Einfluss einer anderen Frau sein Leben wieder in den Griff bekommen und plötzlich wieder gesellschaftlichen Erfolg als wissenschaftlicher Autor. Damit hat Hedda nicht gerechnet und sie ersinnt einen perfiden Plan und manipuliert die Menschen ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie, diese rätselhafte Frau, die die Männer anzieht und sie dann von sich weist, die sich nur langweilt und nichts Eigenes schaffen kann, die aber nicht den Mut hat aus Konventionen auszubrechen, möchte wenigstens einmal in ihrem Leben Macht auf Menschen ausüben können.

Ibsen hat mit Hedda Gabler 1891 eine der komplexesten Frauenfiguren der Dramen-geschichte entworfen. Hedda ist nicht mehr wie Ibsens Nora Opfer männlicher Gesellschaftssysteme, sondern verkörpert als Frau das männlich bürgerliche Machtkalkül. Ist Opfer und Täter zugleich. Die Inszenierung des theater narrenschiff zeigt eine moderne Hedda Gabler und enthüllt, wie nah uns die Figuren des Dramas mit ihrem Leistungsdruck, ihrem Egoismus, ihren Ängsten vor dem sozialen Abstieg und ihrer Kleinbürgerlichkeit noch heute sind.

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

Mit: Kathrin Bolle .André Decker. Nils Jacobi. Marina Lünemann. Carla Miller. Johannes Schmidt

12./17./25. Mai . 19.30 Uhr . 01./ 10. Juni . 19.30 Uhr

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