Ein Blick von der Brücke

Schauspiel von Arthur Miller


Eddie Carbone und seine Frau Beatrice sind Einwanderer aus Sizilien. Seit über 20 Jahren leben sie mit ihrer Nichte Catherine in einem Arbeiterviertel in Brooklyn. Eddie hält die Familie mit Tagejobs als Hafenarbeiter über Wasser. Als die Corbones zwei Cousins aus Italien, die illegal ins Land gekommen sind, bei sich aufnehmen, gerät das geregelte Famileinleben aus den Fugen. Liebe und Eifersucht führen dazu, dass die Situation eskaliert.


Zum Abschluss unserer Spielzeit inszeniert André Decker Arthur Millers explosives Drama von 1955 als packendes Kammerspiel. In einer Zeit, in der Arbeit für Amerikas Unterschicht rar war und viele Männer illegal in die Vereinigten Staaten einwanderten, um für ihre Familien zu Hause Geld zu verdienen, sah Miller genau hin und schuf ein Stück, das heute nicht aktueller sein könnte. EIN BLICK VON DER BRÜCKE demontiert nicht nur meisterhaft den Mythos der idealen Kleinfamilie, sondern zeigt sehr deutlich das Schicksal von Migranten, die in ihrer neuen Heimat Neid und Missgunst ausgesetzt sind. Nach Tennessee Williams ENDSTATION SEHNSUCHT und DIE KATZE AUF DEM HEISSEN BLECHDACH freuen wir uns auf André Deckers Inszenierung von Millers sozialkritischem Familiendrama.


Inszenierung: André Decker

Mit: André Decker . Marco Janiel . Silvia Kleinwechter . Christopher Reher . Johannes Schmidt . Kim Schütt/Florian Eller . Marc Selzer . Sofia Velhinho

 

Premiere: 25. Juni - Ausverkauft -

Weitere Vorstellungen: 02./09./14. Juli um 19.30 Uhr